9 people, 2 cars, 2 tents, 4 canoes, 2kg of cheese, 2.4kg of cold-cut, 2kg chicken, 2kg beef ... + candies + ...
Freitag frueh um 6 Uhr ging es los - 400km in den Norden Kanadas zum Killarney Provincial Park. Auf uns wartete ein abenteuerreiches Wochenende.
Die Landschaft auf den Weg dort hin verwandelte sich schnell - viel Wald, traumhafte und mystische Seen und schroffe Felsen.
Etwas 40min vor unserem Ziel gab es auch keinen Empfang mehr fuer unser Navi.
Wildlife pur.
Zum Kanuverleih fuehrte eine 10km lange feldwegartige Strasse, auf der man nur mit 20 km oder weniger fuhren konnte ... von da an waren wir alle gespannt, was uns so erwarten wird.
Nachdem wir fast eine Stunde auf das zweite vollbesetzte Auto warten mussten, hiess es Rucksaecke (erneut) packen und sortieren.
Also, ja die waren zwar bereits gepackt, aber es gab diverse Dinge, die noch nicht verstaut waren und wir gerecht aufteilen mussten, das die Rucksaecke der Maenner, die jeweils ein Kanu tragen werden, nicht ZU
SCHWER sein durften.
Alles rein in die Rucksaecke und ab damit in die Kanus und los ging's. Das Wetter war perfekt - keine Wolke am Himmel, aber doch nicht zu warm. Schnell wanderten alle Jacken in die Rucksaecke, denn von nun an wurde geschwitzt;)


Auf uns warteten 4 Seen (ca. km), durch die wir paddelten wollten und 3 portage, die wir laufen mussten.
Portage ist jeweils eine Verbindung (Wanderweg) von See zu See.
Wir hatten uns eine der schwierigsten Routen ausgesucht, denn unsere letzte portage war 3 km lang.
Ich mochte behaupten, unsere Rucksaecke wogen ca. 20kg und mehr und 4 Maenner trugen jeweils ein Kanu à la 20-24kg plus Rucksack.
Rechts seht ihr in PINK unsere Route. Gestartet sind wir in Bell Lake, dann 745m Portage, dann durch ein kleines Moorgebiet zu der 200m langen Portage. Im Moorgebiet sahen wir dann dieses wunderschöne Wesen:
A moose - so beautiful! Waaaow. Selbst für Kanadier ist dies ein sehr bewegender Moment, so nah an diesem sooo hübschen Tier zu sein. Es beäugte uns die ganze Zeit sehr skeptisch und hätte mit einer Leichtigkeit alle unsere Kanus kentern können.
Als es dann satt war, verschwand es wieder im Wald und unsere Pause war vorbei - die Reise ging weiter.

Nach der kürzesten Portage paddelten wir für eine lange Zeit im David Lake, bevor dann der 3km lange Marsch anstand zum Great Mountain Lake - unserem Ziel.
Nach ca. 6 Stunden und kurz vor Anbruch der Dunkelheit erreichten wir unseren letzten See.
Hier suchten wir uns einen von drei Campingplaetzen aus. Die Campingplätze werden auf der Karte mit einem kleinen roten Dreieck gekennzeichnet. Einfach irgendwo in der Wildnis sein Lager aufschlagen ist verboten ... heisst aber nicht, dass dort an den Campingplätzen Strom oder irgendwas anderes vorbereitet ist...
Natuerlich waren alle drei frei - denn wer nimmt schon freiwillig die 3 km lange Portage ;)
Nachdem wir dann angekommen waren, die Sonne langsam unterging, wurden als ersten die kleinen LED-leuchten griffbereit gepackt und dann Feuerholz gesucht, schliesslich waren wir alle sehr hungrig und brauchten das Feuer danach auch für die Nacht. Die, die nicht mit Essen kochen oder Holz suchen und Feuer machen beschaeftigt waren, kümmerten sich um den Zeltaufbau.
Perfekte Arbeitsteilung fuehrte schnell zum Erfolg und zum Essen gab es gegrilltes mariniertes Beef, mit gegrillten Tomaten und Reis, sowie Fladenbrot.
Gemütlich sassen wir am Lagerfeuer, kraeftigten uns und genießten den perfekten Sternenhimmel.
Noch niemand von uns hat vorher so einen klaren und mit Sternen übersäten Himmel gesehen. Es war vergleichbar mit dem im Planetarium.
The milky way was perfect amazing. Polarlichter gab es leider keine, aber dafür eins zwei shooting stars.
Ich wünschte, wir haetten immer so einen traumhaften Sternenhimmel!
Nach einer Weile wechselten die Getränke von heißem Tee und heißer Schoki zu Rum und Vodka. Einige sind auch zur Abkühlung noch ins Wasser gesprungen. Und waehrenddessen haben wir auch mit einer kleinen Handpumpe Trinkwasser in unsere Flaschen abgefuellt. Schliesslich konnten wir ja nicht literweise Wasser mit uns mitschleppen! Das sah dann tagsüber auch so aus :
Gestärkt ließen wir den Abend ziemlich lange mit lustigen Spielen am Lagerfeuer aufklingen. (sehr zu unserer Überraschung) Bevor wir dann in die Schlafsaecke krochen und jeder seine Zähne geputzt hatte, mussten jegliche Nahrungsmittel UND Zahnpasten auf Bäume gehängt werden, damit wir keinen animalischen Überraschungsbesuch in der Nacht bekommen bzw. wenn ja, dass vor allem kein Bär an unsere Vorräte kommt.
Am naechsten Tag musste das ja auch wieder runter von den Baeumen oder auch wieder hoch, wenn wir unseren Campingplatz verlassen...was dann uU so aussah:
Entwarnung, die Nacht war ruhig und wir hatten keinen Besuch.
Wir schliefen alle SEHR lange aus - bis 10:30 Uhr - da wir so erschöpft von unserem Trip und den wenigen Stunden Schlaf in der Nacht zuvor waren. Aber das tat gut! Da ich mich früh so bäääh gefühlt habe, bin ich auch mal fix ins kalte Nass gehüpft. Brrrr...bitter kalt - ca. 17°C, aber sehr erfrischend.
Aber ich war nicht die einzige, die die Sonnenstrahlen am Morgen genutzt hat um sich zu erfrischen.
Da die Kanadier ja so auf Eier stehen, gab es natürlich Omlett (mit Pilzen, Paprika & Tomaten) zum Frühstück. Ja, wir haben auch ca. 24 Eier mitgeschleppt!!
Zum Omlett gab es - ihr dürft raten - noch ne extra Portion NUR Ei :D
Dazu wurde Brot gereicht. Als zweiten Gang gab es für alle noch hungrigen porridge ... mit raisins.
Darauf hab ich dann doch verzichtet - hab dann lieber zu meiner Banane und Müsliriegel gegriffen. Wahnsinn, dass da die Männer hier so drauf stehen ?!?
Als wir Mittag fertig waren mit frühstücken, sind wir noch zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen. Vom Great Mountain Lake sind wir in Littel Mountain Lake um dann dort auf die Berge hoch zu wandern.
Let's go hiking! Zum Glück diesmal ohne Rucksack, denn den hätten wir nicht mehr die Felswaende hochbekommen.

Ausnahme war ein Rucksack, in dem unser Mittag war...Pita bread, cheese and cold cut sowie jede Menge snacks - für die Energiezuvor. Zu unserem Sandwich gab es salad, cucumber and tomatoes!
Hier nun ein paar Impressionen des Tages...
Highlight war der riesige Bieberdamm ... those small crazy animals. Beeindruckend war auch das Klopfen der Bieberschwänze, dem wir vor Ort lauschen durften.
Unsere Wege - da gings hoch!! Warum wir das gemacht haben ?? ...
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| Biberdamm |

Zurück an unserer campsite:
Den Abend gab es leider keinen klaren Sternenhimmel, sondern Regenwolken, nachdem es den ganzen Tag bereits bewölkt war, gab es am Abend nun doch ein paar Tropfen...
Aber für alles war gesorgt, ein zweites Feuer, nicht auf den Felsen sondern etwas im Wald und eine gespannte Plane zwischen den Bäumen sorgte dafür, dass wir warm und trocken blieben.
Es fehlte egtl nur noch die Gitarre am Lagerfeuer, aber wer hätte die noch tragen geschweige sollen?!
Der Abend verging wieder viel zu schnell und auch die zweite Nacht hatten wir keinen unerwünschten Besuch auf unseren Campingplatz. Das zu laute Schnarchen einer Person, die auch in keinem Zelt sondern nur auf einer Matratze unter Sternenhimmel geschlafen hatte, verscheuchte vermutlich jegliche Tiere.
magic colourful fire...
Am Sonntag stand auch wieder keiner vor 9:30am auf. Dann wurde wieder gemütlich gefrühstückt, diesmal mit Cream Cheese+bread, das wohl zweit beliebteste Grundnahrungsmittel, sowie wieder porridge :S
Nach guter und ausreichender Kräftigung, wurde alles abgebaut, alles Rucksäcke wieder bis oben hin gepackt um dann die Heimreise anzutreten.
kurz vor dem Aufbruch:
Waow, was für ein Wochenende. Und zu unserer größten Überraschung, saß ein Teenager-Bär mitten auf der Strasse, als wir Richtung Highway fuhren. Unbelievable...
NATÜRLICH hatte JEDER seine Kamera im Kofferraum...somit gibt es kein Photo von diesem kleinen süßen Schwarzbären. Leider.
Hier nun noch so ein paar Eindrücke ... nature, people, adventures
auf zur portage :) .. unsere Wege durch den Wald ... mit canoe
Moose beobachten...
relaxen an der campsite...
hiking trails and views...






















































Sehr verrücktes Volk, diese Canadier. Essen die wirklich so gerne Haferbrei zum Frühstück?
ReplyDeleteIn Irland gibt es auch einen Killarney-Nationalpark. Sogar eine Stadt die so heißt.